Unbewusste konditionierte (Ego-)Berufswahl vs. Berufung (aus dem ursprünglichen freien Wesen heraus)

Viele Menschen wissen im Grunde genommen gar nicht was sie wirklich wollen. Sie glauben es nur zu wissen, da sie ihren Beruf unbewusst aus ihrer Erziehung heraus wählen, um (unbewusst oder bewusst) Mami und Papi zu gefallen oder diesen aus der Rebellion heraus eins reinzuwürgen, in dem sie etwas völlig Konträres tun. Oft ist die erste Berufswahl nicht aus der Freiheit heraus gewählt, sondern aus dem Ego (… um, zu… um geliebt zu werden). Aus ihrer Konditionierung heraus denken viele zu wissen, was sie wollen sollten und leben dann unbewusst das Leben nach den Erwartungen anderer, anstatt ihr eigenes Authentisches.

Beispiel: Jemand würde gerne Friseur werden oder einen Blumenladen eröffnen, studiert dann aber Medizin und wird Arzt, weil vielleicht der Vater schon Arzt war und dieser in seine Fußstapfen treten soll. Friseur würde nicht in das Ansehen des Familienbildes passen. Jegliche Äußerungen den Friseurberuf betreffend werden mundtot gemacht und herabgesetzt. Das sei doch nichts Gescheites, damit könne man doch nicht gut leben und nicht gut verdienen. Das eigene wird vom Umfeld schon im Keim erstickt und mit scheinbarem Liebesentzug bedroht. Klingt übertrieben? Nein, solche Fälle begegnen mir regelmäßig in meiner Praxis.

Nur wenn man “glücklich geführt ist” stimmt bereits die erste Berufswahl das ganze Leben überein bzw. lässt entsprechende Veränderungen zu, wenn man sich innerlich verändert und die Konditionierung hinter sich lässt. Einige Menschen erleben jedoch ca. in der Mitte ihres Lebens einen Umbruch und fangen nochmal ganz von vorne an. Insbesondere in der aktuellen Zeit wünschen sich viele Menschen auch von überall aus arbeiten zu können – nicht mehr ortsgebunden zu sein.