
Per Definition handelt es sich um Psychogene Störungen, die in einer nahen zeitlichen Verbindung zu traumatisierenden Erlebnissen, unerträglichen Konflikten oder gestörten Beziehungen auftreten. Die Integration von Erinnerungen an die Vergangenheit, das Identitätsbewusstsein und die Kontrolle von Körperbewegungen ist gestört. Die Symptomatik kann äußerst vielfältig sein.
Traumatisierende Ereignisse, unlösbare Konflikte oder unerträgliche zwischenmenschliche Beziehungen sind ursächlich für Dissoziative Störungen. Meistens beginnt und endet die dissoziative Störung plötzlich, sie chronifiziert jedoch, wenn Probleme unlösbar bleiben (meistens interpersonelle Konflikte). Dissoziative Störungen können auch als Begleitsymptome bei Depression, Schizophrenie oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen auftreten.
Der Verdacht auf eine dissoziative Störung oder auf dissoziatives Verhalten ist ein ziemlich sicherer Hinweis, dass eine Traumafolgestörung vorliegt.
Dissoziation ist ein Abwehrmechanismus während und nach dem Trauma.
Nach dem Trauma bleibt die Dissoziation als eine Traumafolgestörung bestehen.
Die Dissoziation ist ein Merkmal einer komplexen PTBS. Vereinfacht könnte man sagen, je höher der traumatische Stress, desto mehr Dissoziation ist nötig. Die peritraumatische Dissoziation ist ein Schutz (zum Beispiel dagegen, körperliche Schmerzen bzw. Qualen wahrzunehmen). Das Problem des dissoziativen Schutzes ist, dass die traumatische Situation im dissoziativen Zustand gespeichert wird und dadurch dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich ist.
Was in der aktuellen traumatischen Situation hilfreich ist, erschwert später die Verarbeitung. Denn gespeichert werden dann nicht nur das traumatische Ereignis an sich, sondern auch die Bewältigungsstrategie, die Dissoziation, verbunden mit zum Beispiel Depersonalisation, Derealisation oder anderen dissoziativen Zuständen.
Das hat zur Folge, dass Betroffene unter Umständen selbst Jahrzehnte nach dem Trauma immer dann, wenn sie durch einen Traumareiz getriggert werden, dissoziieren. Das kann zum Beispiel durch einen Geruch, Geräusche, Bilder oder Körperempfindungen ausgelöst werden, die an das Trauma erinnern.
Betroffene
Traumafolgestörungen können Ihr Leben in allen Lebensbereichen belasten und eine Schwere mit sich bringen, die in depressive Zusatzsymptome führen können. Das muss nicht so bleiben. Wenn Sie bereit sind sich das anzuschauen begleite ich Sie gerne z.B. im Rahmen einer Körperarbeit (Bioenergetik) oder anderen Methoden da durch, damit Sie endlich wieder mehr Leichtigkeit in Ihr Leben bringen können.
Isabel Erhardt
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